STS00? – Wilfried Logemann – Dampfeisbrecher Wal

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STS00? – Wilfried Logemann – Dampfeisbrecher Wal

On April 29, 2012, Posted by , In Episoden,geplant, With No Comments

Wal (Schiff, 1938)

Wal
Dampfeisbrecher Wal auf der Kieler Woche 2007

Dampfeisbrecher Wal auf der Kieler Woche 2007

Schiffsdaten
Flagge Deutschland Deutschland
Schiffstyp Eisbrecher
Rufzeichen DFDR
Heimathafen Bremerhaven
Eigner Schiffahrts-Compagnie Bremerhaven e.V.
Bauwerft Stettiner Oderwerke
Baunummer 800
Baukosten 626.996 Reichsmark
Stapellauf 5. Mai 1938
Außerdienststellung 1990
Verbleib Museumsschiff
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
49,96 m (Lüa)
45,84 m (Lpp)
Breite 12,30 m
Tiefgang max. 5,25 m
Vermessung 636 BRT 191 NRT
Maschine
Maschine Dreifachexpansions-Kolbendampfmaschine
Maschinen-
leistung
883 kW (1.201 PS)
Geschwindigkeit max. 10 kn (19 km/h)
Propeller 1
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 99 tdw
Sonstiges
Klassifizierungen
Registrier-
nummern
IMO 8862662

Die Wal ist ein Dampfschiff, das von 1938 bis 1990 als Eisbrecher auf dem Nord-Ostsee-Kanal eingesetzt war. Seit Juni 1990 wird das Schiff von der „Schiffahrts-Compagnie Bremerhaven e.V.“ als Museumsschiff eingesetzt.

Geschichte [Bearbeiten]

Das Schiff wurde im März 1937 von der Wasserstraßenverwaltung des Deutschen Reiches bei den Stettiner Oderwerken in Auftrag gegeben (Baunummer 800) und lief dort am 5. Mai 1938 vom Stapel. Am 20. Juni 1938 erfolgte die Ablieferung an das Wasserstraßenmaschinenamt Rendsburg, das die Wal für den Eisbrecherdienst auf dem Kaiser-Wilhelm-Kanal in Dienst stellte.

Während des Zweiten Weltkrieges war die Wal auch für die Kriegsmarine in der Kieler und Lübecker Bucht im Einsatz. Sie fuhr zeitweise mit militärischer Besatzung und war dann der 11. Hafenschutzflottille in Kiel-Holtenauunterstellt. Während einer Kesselreparatur in der Rostocker Neptun Werft ging die Wal am 26. April 1942 nach einem Bombentreffer auf Grund. Das Schiff wurde im Mai 1942 von der Bugsier-, Reederei- und Bergungsgesellschaftgehoben und danach bis Januar 1943 von der Lübecker Maschinenbau Gesellschaft repariert. Im März 1945 brachte die Wal im Rahmen des Unternehmens Hannibal Flüchtlinge von Danzig über die Ostsee nach Westen.

Bevor die Wal 1950 wieder an das Wasserstraßenmaschinenamt Rendsburg übergeben wurde, war sie mit der Schiffskennung KC 69 von der britischen Militärregierung wieder auf dem Kaiser-Wilhelm-Kanal (seit 1948 Nord-Ostsee-Kanal) im Einsatz.

Den Wiederaufbau der Insel Helgoland unterstützte die Wal 1952 mit Nachschubfahrten. Nach Problemen mit der Feuerung wurde das Schiff von März 1963 bis Dezember 1965 auf der Staatswerft Rendsburg-Saatsee umgebaut und die Kohlenfeuerung durch zwei ölgefeuerte Kessel ersetzt. Ihren letzten Eisbrechereinsatz auf dem Nord-Ostsee-Kanal fuhr die Wal im Februar 1987. Eine Gästefahrt anlässlich des 50. Dienstjubiläums war im Dezember 1988 die letzte große Fahrt des Eisbrechers, bevor er 1990 außer Dienst gestellt wurde.

Die „Schiffahrts-Compagnie Bremerhaven e.V.“ erwarb die Wal für 48.000 Deutsche Mark und überführte sie am 1./2. Juni 1990 von Rendsburg nach Bremerhaven. Das Schiff wurde binnen eines Jahres restauriert und für den Einsatz als Museumsschiff umgebaut. Eine ehrenamtliche Besatzung unterhält das Traditionsschiff und bietet Mitfahrten auf der Weser, nach Helgoland, zur Kieler Woche oder zum Hafengeburtstag an.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Eisbrecher Wal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quelle : Wikipedia.de

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